Über mich

Warum ich über Hautpflege schreibe

Manchmal kommt man doch genau dort an, wo man anderen Menschen am besten helfen kann, oder?

Mein beruflicher Weg begann mit einer pharmazeutischen Ausbildung und vielen Jahren typischer Tätigkeit in der Apotheke: Offizin und Labor. Dort habe ich schon früh erlebt, wie viele Fragen Menschen rund um Hautpflege haben und wie unterschiedlich Haut reagieren kann. Glücklicherweise war ich in einer Apotheke gelandet, in der die Beratung – auch wegen einiger Hautärze in der Nähe – rund um die Haut sehr groß geschrieben wurde und ich konnte viele Erfahrungen sammeln.

Später kam ein BWL-Studium dazu, und schließlich der Einstieg in einen großen Kosmetikkonzern. Während des Studiums konnte ich parallel weiterhin in der Apotheke arbeiten und hatte so immer beide Perspektiven im Blick: die praktische Beratung und den wirtschaftlichen Aspekt.

Im Unternehmen erhielt ich sehr fundierte Schulungen zu Inhaltsstoffen, Wirkweisen und Hautphysiologie und habe zum ersten Mal wirklich verstanden, wie Haut funktioniert – und auch, wie sehr die Kosmetikbranche von Marketing geprägt ist.

Ich begann zu erkennen, dass viele Hautprobleme nicht unbedingt durch „zu wenig Pflege“, sondern oft durch zu viel, zu schnell und zu durcheinander entstehen.


Meine eigene Erfahrung mit empfindlicher Haut

Früh in meiner Jugend habe ich angefangen, mich intensiv für Hautpflege zu interessieren. Ich kaufte mir verschiedene Bücher von Stephanie Faber und begann, meine eigenen Cremes, Lotionen und Wässerchen herzustellen. Die Motivation dahinter war ganz einfach: Ich wollte verstehen, was in Produkten steckt und mehr Einfluss darauf haben, was ich meiner Haut gutes tue. Es kamen viele Rezepturen für Familie und Freunde hinzu und ich versorgte reihum die Menschen mit Avocadocrem, Melissencreme, Hamameliswasser und meinen Vater sogar mit Rasierwasser.

Irgendwann war diese Phase vorbei und es begann das, was viele andere in meinem Alter damals auch taten: sehr viel ausprobieren. Neue Produkte, neue Versprechen, neue Routinen.

Und dann ging es los: Meine Haut hat zunehmend deutlich reagiert. Mal Unreinheiten, dann wieder Trockenheit, Spannungsgefühl und Rötungen wurden zu täglichen Begleitern.

Damals war mir noch nicht so klar, dass Haut manchmal vor allem eines braucht: Ruhe statt ständigem Wechsel und Ausprobieren.

Rückblickend war das für mich eine wichtige Lernphase, denn dadurch habe ich begonnen, nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die Routinen zu hinterfragen.


Was ich heute anders sehe

Heute betrachte ich Hautpflege insgesamt deutlich ruhiger und systematischer als früher.

Meine wichtigsten Erkenntnisse über die Jahre waren:

  • Haut muss man verstehen, nicht überpflegen.
  • Weniger Produkte sind oft hilfreicher als immer neue Wirkstoffe.
  • Inhaltsstoffe lassen sich einordnen, wenn man ihre Funktion kennt.
  • Marketing und Realität liegen in der Kosmetikbranche manchmal weit auseinander.
  • Und eine stabile Hautbarriere ist oft der wichtigste Schlüssel für ruhige Haut.

Deshalb schreibe ich heute über Hautpflege so, wie ich es mir früher selbst gewünscht hätte: verständlich, ehrlich und ohne unnötige Versprechen.
Mir geht es nicht darum, die perfekte Haut zu versprechen. Sondern darum zu zeigen, wie Hautpflege wieder einfacher, ruhiger und nachvollziehbarer werden kann.

Denn am Ende wünschen sich die meisten Frauen gar nicht zehn neue Produkte – sondern etwas viel Wertvolleres:

Sich in ihrer Haut wohlzufühlen.

Meine Überzeugung:
Empfindliche Haut benötigt keine 15 Reinigungs- und Pflegeschritte.
Sie benötigt Wissen, Ruhe und eine starke Hautbarriere.

Ich wünsche dir hier viele Antworten auf deine Fragen und freue mich über Anregungen.